Anwendungsfälle

In diesem Abschnitt finden Sie unterschiedliche Beispiele für real umgesetzte MRK-Applikationen

Mikrofonverpackung

Organisatorische Daten

Anwender: Sennheiser GmbH & Co. KG
Branche: Audiotechnik
Taktzeit: 18 s
Schichten: 2 - 3
Ziel der Applikation: Ergonomieverbesserung
Kostenreduzierung

Technische Daten

Roboter: Universal Robots UR3 (2x)
Sicherheitstechnik: Kraft- und Geschwindigkeitsregulierung
Art der Applikation: Verpacken, Pick & Place

Applikationsbeschreibung

Ein zuvor von zwei Personen durchgeführter manueller Verpackungsprozess von Mikrofonen wurde mit Hilfe zweier Leichtbauroboter teilautomatisiert. Auslöser war der Subprozess „Weiten einer Manschette“, der einen Kraftaufwand von ca. 100N bedurfte, und der Wunsch einer Kostenreduzierung. Der erste Teilprozess – Einlegen einer Tasche, einer Bedienungsanleitung, sowie das Einfalten eines Inlets in den bereitgestellten Karton – wurde vollautomatisiert. 

 

Im zweiten Teilprozess wird eine Manschette von einem Roboter aus einem Magazin geholt, in einer Vorrichtung gefaltet und geweitet und auf einer Fügehilfe bereitgestellt. Parallel zu diesem Vorgang nimmt sich der Bediener einen Karton aus dem ersten Teilprozess, legt weitere Teile hinein, greift sich ein Mikrofon und führt eine Sichtkontrolle durch. Anschließend steckt er es in die bereitgestellte Manschette (s. Bild), woraufhin der Roboter einen neuen Zyklus beginnt. Der Bediener nimmt das Mikrofon mit Manschette, platziert es im Karton und verschließt diesen.


Waschautomatenmontage

Organisatorische Daten

Anwender: Miele & Cie. KG, Werk Gütersloh
Branche: Hausgeräte
Taktzeit: 51 s
Schichten: 3
Ziel der Applikation: Ergonomieverbesserung
Produktivitätssteigerung

Technische Daten

Roboter: Kuka LBR iiwa
Sicherheitstechnik: Kraftbegrenzung
Geschwindigkeitsbegrenzung
Sicherheitslichtgitter
Art der Applikation: Montage

Quelle: Miele & Cie. KG


Applikationsbeschreibung

In der Montage von Waschautomaten – hier speziell: in der Vormontage des Aggregates – wurde ein manueller Montageprozess mit Hilfe eines Leichtbauroboters automatisiert. Das Bauteil musste zuvor von den Mitarbeitenden mit hohem Kraftaufwand (Daumenkraft 140 N) montiert werden. In diesem Bereich waren vor Umsetzung der Applikation je Variante 2 bis 3 Mitarbeitende pro Schicht beschäftigt. Durch Einsatz des Roboters konnte der Personalbedarf auf 2 Mitarbeitende über alle Varianten stabilisiert werden. 

 

Ablauf: Das Bauteil wird von den Mitarbeitenden in einer Aufnahme auf dem WT positioniert. Der Roboter greift sowohl das Bauteil als auch einen Kunststoffdübel zur späteren Fixierung. Anschließend wird das Bauteil montiert, die Fügeposition des Dübels „gesucht“ und der Dübel gesetzt. Mittels einer Kamera wird die korrekte Montage geprüft. 

 

Im Fall einer Fehlmontage oder eines fehlenden Bauteils gibt der Mitarbeitende dem Roboter dieses „in die Hand“.


Tablettbestückung

Quelle: LSG Sky Chefs

Organisatorische Daten

Anwender: LSG Sky Chefs Frankfurt ZD GmbH
Branche: Airline Catering
Taktzeit: -
Schichten: 2
Ziel der Applikation: Ergonomieverbesserung
Erstes Kennenlernen von MRK-Anwendungen und Sammeln von Erfahrungen für zukünftige Projekte

Technische Daten

Roboter: Universal Robots UR5
Sicherheitstechnik: Kraft- und Geschwindigkeitsregulierung, Lichtschranke
Art der Applikation: Pick & Place

Applikationsbeschreibung

400 kg Equipment werden auf einen Langstreckenflug beladen. Darunter auch Salz- und Pfefferstreuer, die später unsere Kunden in der Business Class nutzen können. 

Die für unsere Mitarbeiter sehr kleinteilige und repetitive Aufgabe, diese Salz- und Pfefferstreuer abzuzählen sowie bereit zu stellen, ist die erste Aufgabe, die der UR5 übernehmen darf. Auch durch diese scheinbar kleine Hilfe, werden unsere Mitarbeiter in ihrem Alltag entlastet und unterstützt. 

 

Außerdem stellt dieser Arbeitsplatz den ersten Kontaktpunkt zwischen Mensch und Roboter in unserem Werk dar. Wir erhoffen uns, damit ein Interesse sowie die Akzeptanz für weitere Projekte zu schaffen.

KoMPI

Technische Universität Dortmund

Institut für Produktionssysteme

 

Ruhr-Universität Bochum

Lehrstuhl für Produktionssysteme

 

SafeMate

Leibniz Universität Hannover

Institut für Fabrikanlagen und Logistik

 

Leibniz Universität Hannover

Institut für Montagetechnik

 



Förderhinweis

Diese Forschungs- und Entwicklungsprojekte (KUKoMo 02P15A02x, KoMPI 02P15A06x, SafeMate 02P15A08x) wurden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.